Ein Bild wäre zu wenig - Salzburger Designtage

Rike Bothe, Fiona Crestani, Pavla Czeinerova, Cäcilia Gabriel, Ulli Gollesch, Sonja Hauser, Helene Huemer, Ingulf Kohlweiss, Tina Kögl, Stefan Kreiger, Gertraud Leidinger und Maria Morschitzky
Vernissage mit Performance 23. 04.2010, 19 Uhr
Ausstellung 20.04. - 07.05.2010

Die Ausstellung „Ein Bild wär zu wenig“ zeigt aktuellste Arbeiten aus den Ateliers der Künstlerinnen und Künstler. Gezeigt werden Werke aus den Bereichen Objekt, Installation, Malerei, Collage, Grafik, Textil und Performance.

Themen, die in den Arbeiten der Studierenden und Absolventen aufgegriffen werden sind Bilder aus den Medien, Abbilder, Bildgedächtnis, das Bild der Frau, Selbst- und Fremdbilder.

Tina Kögl beispielsweise beschäftigt sich mit dem kollektiven Bildgedächtnis und dem Verschwinden von Bildern. „Wir verschwinden und über Jahrtausende verschwinden auch

unsere Zeichen, Bauwerke, Schriften, Lieder, Abbildungen.“ Ingulf Kohlweiss beschreibt seine Bilder als: „Schnappschussartige Malerei, die in ihrer grimassenhaften Verzerrung die Frage nach Individuum und Identität in einer heutigen Gesellschaft stellt”. Stefan Kreigers aktuelle Arbeiten beschäftigen sich mit inszenierten Charakteren, Helden und Antihelden, die für Identitäten und das „Sich-identifizieren“ innerhalb medialer Inszenierungen und Rollenspielen stehen. In Ulli Golleschs Collagenportraits soll die Oberfläche der Haut in den Vordergrund gerückt werden, ihre Widerstandsfähigkeit sowie auch die Verletzlichkeit.

Fiona Crestani bezeichnet ihre Arbeit als ein Vertrauensspiel. Grausame Objekte reflektieren Verletzlichkeit und Misshandlungen. Sorgfältig liegen sie behutsam und geschützt auf ihren Lagerplätzen aber die dreckigen und ausgedienten Matratzen schaffen keine Geborgenheit.

Performance am 23. April 2010
NÄHEDISTANZVERFREMDUNG

Maria Morschitzky